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Wenn Die Mathematik Nicht Mehr Existieren Würd

  • Sevdegül Ceylan
  • 7 gün önce
  • 4 dakikada okunur

Autor: Sevdegül Ceylan

Übersetzer: Nesibe Yılkın (10 jahre alt)

Illustrator: Sabiha Ceren Karaçor (11 jahre alt)

Was würde passieren, wenn die Mathematik nicht mehr existieren würde? Natürlich passiert so etwas nicht, sagst du dir bestimmt, aber es ist passiert.

An dem Morgen bin ich aufgewacht. Ich bin sofort runter gegangen. Wir haben gefrühstückt. Ich bin zur Schule gegangen. Alles schien sehr normal. Meine Freundin Sena war heute nicht in der Schule. Unsere Lehrerin kam ins Klassenzimmer. Wir hatten Mathematikunterricht.

„Öffnet Seite 17 in eurem Mathebuch“, sagte die Lehrerin. Wir alle öffneten Seite 17. Aber im Buch stand nicht mal im Geringsten irgendetwas über Mathematik. Jeder freute sich. Aber die Lehrer freuten sich gar nicht. Alle fingen an zu schreien und zu jubeln. Die Lehrer versuchten, ihre Handys anzumachen. Aber die Handys funktionierten nicht.

Warum freuten sich die Lehrer doch einfach nicht darüber, dass die Mathematik nicht mehr existierte? Unsere Lehrerin ging sofort in das Büro des Schulleiters und erzählte ihm, was los war. Der Schulleiter sah sie ungläubig an. Die Lehrer gaben allen eine Zeit lang frei. Jeder fragte jeden: „In eurer Klasse gab es auch keine Mathematik mehr, oder?“

Es gab eine Sache, die die Kinder aber nicht wussten: Wenn es keine Mathematik geben würde, würden die technologischen Geräte auch nicht funktionieren. Später schickten die Lehrer alle Schüler nach Hause.

Pelin rannte schnell nach Hause und erzählte ihrer Mutter alles, was geschehen war. Ihre Mutter hörte ihr aufmerksam zu und sagte: „Wie kannst du dich darüber freuen? Wenn es keine Mathematik gibt, gibt es auch keine Handys!“ Daran hatte Pelin gar nicht gedacht. „Wie konnte ich das vergessen?“ Pelin bekam langsam Panik. Wie konnten sie jetzt ihren Vater erreichen?

Zum Glück war der Arbeitsplatz ihres Vaters in der Nähe. Schnell gingen sie zum Arbeitsplatz ihres Vaters. Pelin schlug dreimal auf die Tür. Klopf, klopf, klopf. Ihr Vater öffnete direkt die Tür und sie fingen an zu reden.

„Papa, wusstest du, dass die Mathematik nicht mehr existiert?“ Ihr Vater arbeitete mit Computern, daher hatte er bemerkt, dass etwas faul war. Da ihr Vater jetzt alles wusste, war jetzt der richtige Zeitpunkt, um herauszufinden, wer das gemacht hatte. Pelin sagte: „Was, wenn es ein Kind gemacht hat, oder jemand ihm geholfen hat?“„Kann sein“, sagten ihre Eltern.

Sie begannen darüber nachzudenken. Sena war heute nicht in der Schule. Sena hasste Mathematik am meisten aus der Klasse. Könnte sie es gewesen sein? Am besten fragte sie Sena selbst. Dafür musste sie zu Senas Haus.

Pelin klingelte. Die Tür ging auf. Sena begrüßte sie. Pelin fragte: „Ab heute existiert die Mathematik nicht mehr, hast du davon gehört?“„Aaa nein, habe ich nicht“, antwortete Sena. Das kam Pelin gar nicht glaubwürdig vor. Vielleicht hatte sie es gemacht.

Als Sena Pelin tief am Grübeln sah, ging sie ganz schnell ins Haus und knallte die Tür zu. Pelin verstand das alles nicht. Sie klingelte ein zweites Mal. Die Tür ging wieder auf. Dieses Mal ging Pelin ganz schnell rein. Und Sena rannte dann ganz schnell in ihr Zimmer.

Sie sagte zu Pelin: „Ähm, mein Zimmer ist etwas unordentlich.“Darauf antwortete Pelin: „Kein Problem.“

Sena fing an, sich Sorgen zu machen. Das verstand ihr Verhalten nicht Pelin. Jetzt war sie sich sicher, dass Sena versuchte, die Mathematik zu zerstören. Dieses Mal kam Pelin in Bewegung und ging schnell auf Senas Zimmer zu und öffnete die Tür. Sie ging rein und sah, dass das Zimmer ganz normal war. Außerdem war das Zimmer auch aufgeräumt. Dort war nur eine Tür, die ihr bisher nicht aufgefallen war.

Sena ging vor die Tür und sagte: „Dort sind meine privaten Sachen.“ Daraufhin konnte Pelin nichts antworten. Was würde sie jetzt machen?

„Kannst du mir ein Glas Wasser bringen?“ Sena ging sofort Wasser holen. In diesem Moment sollte Pelin diese Tür öffnen. Der Türgriff quietschte fürchterlich. Aber die Tür war fest verschlossen. Sie musste den Schlüssel finden. Sie suchte überall, fand ihn aber nicht. Sie musste auch in den anderen Räumen suchen.

Als Erstes ging sie in den Flur. Sena hatte es bestimmt nicht an so einer schwierigen Stelle versteckt, dachte sich Pelin. Wer sollte schließlich in ihr Haus kommen? Es gab eine Uhr. Pelin guckte auch dahinter, auch wenn es ihr ein bisschen unnötig vorkam. Und tatsächlich, er war dort. Schnell nahm sie den Schlüssel und ging in Senas Zimmer. Der Schlüssel passte perfekt in das Schlüsselloch. Die Tür ging auf.

Dort fand sie eine Fernbedienung, die eine rote und eine grüne Taste hatte. Als sie sie in die Hand nahm, fing sie an, wie verrückt zu piepen. Sena kam kurz darauf ins Zimmer. Als sie die Fernbedienung in Pelins Hand sah, war sie zunächst verwirrt.

„Wo hast du diese Fernbedienung gefunden?“, fragte sie. Pelin versuchte, mit Sena Augenkontakt aufzubauen. Aber dann drückte sie reflexartig auf den grünen Knopf. Sena sagte, „Was hast du gemacht?“ Pelin wusste nicht, was sie machen sollte. Sie verließ das Haus. Die Fernbedienung hatte sie immer noch in der Hand.

Auf der grünen Taste erschienen Zahlen. Das hieß, dass sie die Mathematik wieder zurückgebracht hatte. Wie sie es gemacht hatte, wusste sie selbst nicht. Hauptsache, sie war wieder da.

 


 
 

©2022, Dergi Mudita, her hakkı saklıdır.

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